DEUTSCH


Am Rande des ersten Nationalparks Italiens, dem "Parco Nazionale del Gran Paradiso", öffnet sich das stille Tal von Cambrelle, ein noch recht unbekannter, sonnenverwöhnter und windgeschützter Ort.

 

Von Pont Canavese kommend findet man nach circa 500 Metern hinter dem Ortsschild von "Locana" eine Brücke, die über den Fluss "Orco" führt. Den Schildern unserer Berghütte folgend, begibt man sich auf eine Straße, die einen bis zu dem Ski-Gebiet "La Cialma" führt. Kurz nach dem verlassenen Ort "Porcili" (1210 m), findet man in der Kurve einen Parkplatz und ein überdachtes Schild mit Wanderwegen, Ortsangaben und unserem Hüttenschild. Von hier beginnt der Forst und- Hirtenweg.

 

Dieser Weg schlängelt sich an dem Berg entlang, bergauf und bergab, umgeben von schattigen, wilden Wäldern die zum Großteil aus Kastanien, Eschen und Buchen bestehen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Landschaft durch die dort lebende Bewohner verändert, um mehr Platz zum Anbauen, Wohnen und Weiden zu haben. Übriggeblieben sind verlassene Dörfer voller Geschichten, die mit viel Schweiß und Arbeit geschrieben wurden. Einst waren sie voller Leben, es wurden Kartoffeln und Roggen angebaut, die Weiden waren gepflegt und gesund. Die Erde auf den steilen Hängen wird heute noch von den gemauerten Terrassen gehalten, auf denen einst ausschließlich Apfel-, Birn-, Kirsch- und Kastanienbäume wuchsen. Diese Erde hat lange Zeit die Bewohner ernährt, doch nun stirbt alles unter der Wucht von Dornen und Unkraut ab. All die Mauern, Häuser, Wege und Begrenzungen, die von den Menschen mühsam erbaut wurden, zerfallen langsam. Die starken Baumwurzeln, Regen, Schnee und das Verschwinden des Menschen sind der Grund dafür...verloren gehen somit Wiesen, Felder, Häuser und Mauern geschaffen durch das Durchhaltevermögen, die Entschlossenheit, den Fleiß, der Bergbewohner...alles nur aus einem einfachen und uralten Grund: dem Überleben.

 

Unten im Tal fließt schäumend der "Rio Cambrelle", der seine Quelle im See "Boiret" (2254 m) findet. Dem Weg folgend in Richtung der Quelle, kommt man in ungefähr 40 Minuten zu Fuß, an den verlassenen Ort "Cambrelle" (1363 m), wo man heute, wie eine Oase in der Wüste, die Berghütte " Rifugio Alpino Santa Pulenta" findet. Direkt gegenüber befindet sich auf einem Hügel die Wallfahrtskirche von San Vito. Gemälde und Artefakte in der Kirche zeugen von dem starken Glauben und dem Dank der Bergbewohner.

 

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zählte man in Cambrelle mehrere hundert Personen; doch die langsame aber unaufhaltsame Abwanderung führte dazu, dass der Ort in den 50er Jahren fast komplett verlassen war. Jedes Jahr im August wird Cambrelle durch das Fest zu Ehren von San Vito, für ein Paar Tage wiedererweckt.

Cambrelle erwacht nun zu neuem Leben, Dank der Restaurierung einer der historischen Häuser durch die Familie Cappelletti-Testa, die das wunderschöne Steinhaus in eine Berghütte verwandelt hat.

 

Antike Gesänge und alte Traditionen erblühen wieder, ganz so wie die Sommerwiesen im Tal... Nach dem langen Winterschlaf, im Frühling, erwacht der Berg Dank der Glocken von Kühen und Ziegen, Dank den Rufen der Hirten, Dank dem Bellen der Hunde, so ist es seit Jahrhunderten, seitdem das erste Haus in Cambrelle gebaut wurde. Heute, durch das Entstehen der Berghütte, ist der Ort sowohl im Sommer als auch im Winter wieder voller Leben. Hier finden Sie Gastfreundlichkeit, Ruhe, Entspannung, ein warmes Bett, gutes Essen nach den Traditionen der Region, guten Wein in der warmen gemütlichen Stube. Rundherum findet man wilde Berge, die nur darauf warten von Ihnen erkundet zu werden...zu Fuß, mit dem Rad, auf Ski oder mit Schneeschuhen. Wanderwege führen zu den zwei Seen oberhalb der Hütte...das Abenteuer wartet. Außerdem gibt es natürliche Kletterwände und viele wilde Flüsse zum Angeln und zum „Füßebaumelnlassen“.

 

 

Ennio und seine Familie erwarten Sie, um gemeinsam das Tal von Cambrelle zu neuem Glanz aufleben zu lassen.